Die Wurzel Nr. 04/2009 mit Sonja Gratl

In dieser Wurzel-Ausgabe u. a. „Vitalkost auf der ganzen Welt“, „Graue Haare durch Sonnenkost wieder dunkel“ und vieles mehr…In der Ausgabe 04/2009 finden sich folgende Themen:

Vitalkost auf der ganzen Welt

Interview mit Sonja Gratl

1. Die Wurzel: Liebe Sonja, seit vielen Jahren schon besuchst Du die Internationalen Wurzelkongresse. Wie alt bist Du? Wann und wie bist Du zur Vitalkost gekommen?

Sonja Gratl: Ich habe 36 Jahre an Erfahrungen gesammelt. Was ist schon Alter? Eigentlich sind wir ja unsterbliche göttliche Wesen. Ich esse seit fünfeinhalb Jahren zu 70 bis 100 % Frischkost. Gestoßen bin ich auf die Sonnenkost in der Zeit, als ich vor ca. zehn Jahren als Gesundheitstrainerin arbeitete. Eine Kundin von mir erzählte mir, dass sie sich durch Rohkost von einer schweren Krankheit geheilt hat. Als Abschiedsgeschenk für die Kurwoche schenkte sie mir das Buch von Wandmaker „Willst du gesund sein, vergiss den Kochtopf“. Nachdem ich mich schon immer für Ernährungsfragen interessierte, verschlang ich das Buch regelrecht. Ich dachte mir „Ja, er hat ja so recht…du sollst deine Nahrung vor dem Verzehr nicht töten…ist doch ganz logisch.“ Ich stieg sofort von vegetarischer Nahrung auf 100 % Rohkost (ziemlich Monokost) um und fühlte mich großartig. Die Migräne ver-schwand sofort. Bis ich nach ca. drei Monaten einmal etwas Gekochtes gegessen habe…dann war ich für ca. fünf Jahre wieder am Kochkostessen (mit hohem Rohkostanteil).

Als ich vor ca. sechs Jahren von meinem damaligen Freund schwanger war und ich das Kind im dritten Monat verlor, dachte ich mir „was ist mit dir los, du isst gesund, treibst viel Sport…und dann verlierst du ein Kind, warum?“ Dann erinnerte ich mich wieder an die lebendige Kost und startete wieder damit, doch nicht mehr so streng.

2. Die Wurzel: Wo lebst Du und wo bist Du aufgewachsen? Wie hast Du Dich ernährt, bevor Du zur Vitalkost gekommen bist? Wie ernährt sich Deine Familie, hast Du sie frischköstlich beeinflussen können? Sonja Gratl: Ich lebe im Tiroler Zugspitzgebiet, in einem wunderbaren Talkessel umringt von den für mich schönsten Bergen. Hilarion hat in einem Chanelling unsere Gegend, die Sonnenspitze, die die Form einer Pyramide hat, zu einem kosmischen Tor erklärt. Ja, ich lebe in einem sich nun entwickelnden Kraftort, an dem die alten starren, festhaltenden Energien schön langsam weichen. Dort bin ich auch aufgewachsen. Als Baby bekam ich, nachdem ich für ein paar Monate gestillt wurde, bereits Gemüse- und Früchtebreie (damals meist nicht roh). Als Kind wollte ich schon lieber Vollkornbrot als Semmeln (Brötchen), Bananenscheiben aufs Honigbrot, Gurkenscheiben aufs Käsebrot und wollte immer einen Salat zum Essen. Als erstes verabschiedete ich mich von der Wurst. Als ich mit 15 Jahren nach Innsbruck ins Schulinternat kam, war das große Fressen angesagt (es gab dreigängige Menüs). Doch als ich im dritten Schuljahr mit Schulkolleginnen in eine Wohngemeinschaft zog, mussten wir selbst kochen. Wie es so bei Schülern ist, wird das Taschengeld lieber fürs Ausgehen hergenommen, als fürs Essen. So kamen wir auf die vegetarische Kost, da uns das Fleisch von einer guten Qualität zu teuer war und das andere nicht schmeckte. So aß ich nur noch am Wochenende Fleisch und daheim gab es gar kein Schweinefleisch. Dann wollte ich kein rotes, sondern nur noch weißes Fleisch. Mit 19 Jahren kam ich nach Salzburg, da ich dort die Gesundheitstrainerschule besuchte. Dort nahmen wir auch viel Ernährungslehre durch, allerdings nicht mehr so wie in der vorhergehenden Schule (HBLA für wirtschaftliche Berufe) die alte Ernährungslehre, sondern Vollwertkost, vegetarische Kost, Kräuterkunde. Und ich war wieder in einer Wohngemeinschaft und kochte vegetarisch. Es gab nur noch alle heilige Zeit einen Seefisch. Doch dann grauste es mich für mindestens einen Monat davor. Fleisch mochte ich ohnehin nicht mehr. Das schmeckt für mich richtig tot. Ist es ja auch. Ja und den Rest kennt ihr eh schon von meiner Antwort oben. Meine Familie isst auch ziemlich viel Salat und Früchte. Was bei uns wächst, haben wir im eigenen Garten und Wildkräuter hole ich auch direkt vor dem Haus (es wächst ohnehin das ums Haus, was man braucht). Mein Bruder ist inzwischen auch Vegetarier und auch sehr spirituell.

3. Die Wurzel: Welche gesundheitlichen Veränderungen haben sich durch die Vitalkostumstellung ergeben? Und was hat sich noch alles geändert? (Deine Freizeitgestaltung, berufliche Veränderung, Freundeskreis, soziales Umfeld, etc.)

Sonja Gratl: Migräne habe ich nur noch 1/3 so oft und dann tritt sie nur noch 1/3 so intensiv auf. Meine Haut ist schöner, die Fingernägel stärker (sie brechen nur noch, wenn es mir psychisch nicht gut geht), meine Haare sind stärker und vielfarbig, ich vertrage die Sonne besser (Haut und Augen), meine Haut wird im Winter gar nicht mehr weiß, mein Gedächtnis ist besser, etc. Ansonsten bin ich seitdem auch mehr in der Natur, sehe die Schönheit der Natur. Wer weiß was sich beruflich noch tut…

Die Fragen/Antworten 4-15 finden Sie in Ausgabe 04/09 – Bestellung: bestellung@die-wurzel.de oder Tel: 09120/180078

Philosophie der Gesundheit

Interview mit Dr. Galina Shatalova, 93 Jahre

1. Die Wurzel: Liebe Frau Dr. Shatalova, ich freue mich sehr, noch einmal die Möglichkeit zu haben, Sie zu befragen. Dazu hatten wir ja 2004 zum 11. Wurzelkongress in Nürnberg schon einmal ausführlich die Möglichkeit. 2005, ein Jahr später, mussten Sie kurzfristig aus vorübergehenden gesundheitlichen Gründen den Flug von Moskau nach Nürnberg absagen und die Australierin Jasmuheen vertrat den für Sie vorgesehenen Vortrag mit „Fragen und Antworten“. Auch beim Beantragen des Visums wurden uns mehr als genug Steine in den Weg gelegt, dass sowohl 2004, als auch 2005 das Visum erst in aller letzter Minute ausgestellt wurde und 2004 drei Einzel-Flugtickets für Frau Dr. Galina Shatalova nötig waren, um den Flug von Moskau nach Deutschland bestreiten zu können. Waren Sie nicht letztes Jahr in Deutschland oder der Schweiz? Jedenfalls war es geplant. Ich wurde per email darüber viel zu spät unterrichtet, als die Jahresplanung für die Wurzel-Veranstaltungen schon fest stand und komplett war. Sie werden im Oktober dieses Jahres bereits 93 Jahre jung. Werden Sie nächstes Jahr oder sogar dieses Jahr auch wieder nach Deutschland auf Vortragsreise gehen?

Dr. Galina Shatalova: Nein, für nächstes Jahr habe ich bisher nichts geplant, möchte aber gerne. Aber in diesem Herbst klappt es aller Wahrscheinlichkeit nach. Momentan bereise ich die Küste des Schwarzen Meeres. Hier herrscht ein wunderschönes Klima und die Leute sind auch wunderbar.

2. Die Wurzel: Ich freue ich mich ungemein über Ihr in deutscher Sprache gerade neu erschienenes drittes Buch „Philosophie der Gesundheit“, das ich in Händen halten darf und bereits zur Hälfte durchgelesen habe. Es ist ein Buch, das keine Kompromisse zulässt, jedem einzelnen sein Tun und Handeln hier in dieser heutigen Gesellschaft wieder spiegelt und beantwortet, ob der Beitrag jedes einzelnen von uns für den Erhalt des Planeten Erde ausreicht oder nicht. Ihr Zitat „Der Zivilisationsmensch von heute möchte so gesund sein, wie die Menschen von früher, aber die Gewohnheiten der bequemen Gesellschaft beibehalten“. Und Ihre Antwort darauf ist klar und eindeutig: „Beides geht nicht!“. Sie haben relativ früh erkannt, dass das gewöhnliche Leben in der Zivilisation krank macht und Ihr Leben in Richtung Vegetarismus und Vitalkost verändert. Nicht nur die Ernährung ist ein wichtiger Teil Ihrer bewussten Lebensführung, vor allem die Prana-Atmungs- und –Bewegungsübungen sind für Sie lebensnotwendig wie das Ein- und Ausatmen. Wann sind Sie auf diese Selbstheilung aktivierenden Übungen gestoßen?

Dr. Galina Shatalova: Die Atemgymnastik praktiziere ich seit mehr als 60 Jahren.

3. Die Wurzel: Wie schaut Ihr heutiger durchschnittlicher täglicher Ernährungsplan aus? Um wie viel Uhr stehen Sie auf, wann frühstücken Sie das erste Mal, wann nehmen Sie das Mittagessen und Abendessen ein? Und wie sind die einzelnen Mahlzeiten zusammengesetzt, wenn Sie gerade nicht 500 km durch die Wüste marschieren?

Dr. Galina Shatalova: Ich stehe früh auf und frühstücke erst gegen 12 Uhr Mittag. Tee mit verschiedenen Kräutern und Honig trinke ich auch. Außerdem esse ich frische Früchte und frisches Gemüse und liebe Breie. Nach Möglichkeit füge ich den Breien verschiedene gemahlene Kräuter hinzu. Die zweite Mahlzeit nehme ich um ca. 18 Uhr ein. Hier esse ich heiße Speisen, wie z.B. gekochten oder gedünsteten Kohl und andere zubereitete Gemüsesorten. Kartoffeln liebe ich seit meiner Kindheit sehr, doch jetzt genehmige ich mir sie selten – sie sind zu stärkehaltig, zu schwer. Meistens trinke ich Quellwasser, welches mit einem Kieselstein energetisiert wird, obwohl ich artesisches Wasser im Haus habe. Leider sind die Rohre alt und verrostet, so dass man es zuerst filtern müsste

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Wie die Konstitution
die Psyche und das Verhalten des Menschen beeinflusst

Michael Delias, Autor von “Die Heilnahrung”

Stoffwechseltypen
Uns allen ist ja bekannt, dass es aus dem Ayurvedischen drei Einteilungen von Konstitutionstypen gibt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin finden wir fünf Konstitutionstypen. Nehmen wir die Astrologie als Maßstab und wir finden vier Konstitu-tionstypen den vier Elementen entsprechend vor. Ob Drei-Elemente-System (Luft, Feuer, Erde) des Ayurveda, Vier-Elemente-System (Luft, Feuer, Wasser, Erde) der Astrologie oder Fünf-Elemente-Lehre (Wasser, Metall, Holz/Baum, Feuer, Erde) der TCM, wir haben es mit Ordnungssystemen Jahrtausende langer Beobachtungen der menschlichen Spezie und ihrer Funktionsweisen zu tun. Möchte man ein noch einfacheres System einsetzen, kann man auch das Yin&Yang-System (Männlich-Weiblich-Prinzip) des Buddhismus/Hinduismus anwenden.
Der Einfachheit halber nehme ich für meine Betrachtungen das Drei-Elemente-System des Ayurveda her, um Ihnen die unterschiedlichen Konstitutionstypen und deren Beeinflussung des menschlichen Verhaltens zu erläutern.
Um Ihnen einen tieferen Einblick in die Konstitution jedes einzelnen Menschen zu geben, werde ich mich auch vom ayurvedischen System lösen und mich hauptsächlich auf die unterschiedlichen Stoffwechseltypen konzentrieren und sie Ihnen nahe bringen. Denn ayurvedischer Konstitutionstyp beschränkt sich ja nicht auf den Bereich Verstoffwechslung. Viele weitere Aspekte, wie die unterschiedlichen Verhaltensweisen jedes Individuums (man könnte es mit den vier Temperamenten Sanguiniker, Melancholiker, Choleriker und Phlegmatiker vergleichen) prägen den Konstitutionstyp. Mein Hauptaugenmerk hier beschränkt sich nur auf den Stoffwechsel, um Ihnen von diesem Ansatz her zu verdeutlichen, inwieweit die physischen Prägungen, die man mit der Geburt genetisch von Vater und Mutter mitbekommen hat, das menschliche Verhalten beeinflussen und im Umkehrschluss, wie das menschliche Verhalten die Verdauung und die Stoffwechselvorgänge beeinflussen und bestimmen.

1. Der Pitta-Typ (Der Feuertyp):
Wie man in jedem ayurvedischen Buch nachlesen kann, ist der Pitta-Typ derjenige, der die beste Verbrennung hat, das stärkste Verdauungsfeuer besitzt. Was geht im Stoffwechsel dieses Typen genau vor sich? Durch genügend Sonnenlicht, viel Bewegung, frische Luft, ausreichend zwischenmenschlichen Kontakt, erfüllte Berufung ohne krankmachenden chronischen Stress und Sonnenkost befindet sich der Organismus in optimaler Ausrichtung, vor allem in Stoffwechsel-Angelegenheiten. Dieser Konstitutionstyp entspricht der Blutgruppe Null (wenn man diese Einteilung machen möchte) am allermeisten, der angeblich ältesten Blutgruppe, die dem Bewegungsmenschen entspricht. Wer sich in der Urzeit nicht ständig bewegt hat, konnte nicht überleben. Daher spricht man auch vom Urtypus.
Der Pitta-Typ ist also derjenige, der die Nahrung sehr gut verbrennt und Giftstoffe und nicht verwertete Ballaststoffe wieder restlos ausscheidet. Sein starkes Verdauungsfeuer schlägt sich auf seine Stimmung nieder. Er ist immer gut gelaunt, voller Lebensschwung, Optimismus und er geht gerne auf Menschen zu. Diese positiven psychischen Eigenschaften
wirken sich rückwirkend wieder auf den Stoffwechsel aus. (Da der Kreislauf schnell genug dreht, zirkuliert auch das Wasser bzw. Blut schneller als beim Kapha-Typen, d. h. der Pitta-Typ scheidet über Haut, Lunge und Nieren mehr Wasser aus. Daher hält er weniger Wasserspeicher im Körper, als der Kapha-Typ). Wenn einmal die physischen Bedingungen nicht ganz so optimal sind, wie z.B. im Winter, wenn das Sonnenlicht fehlt, die Bewegung eingeschränkt ist, dann erst kommt der Pitta-Typ in Verlegenheit, die Verdauung und Verstoffwechslung kann ins Stocken geraten. Doch der Pitta-Typ weiß, wie stark er gerade auch von äußeren Bedingungen (Wetter, Jahreszeit, etc.) abhängig ist. Spätestens zu Lichtmess, wenn die Tage wieder merklich länger werden, oder im Winter an einem wunderschönen Sonnentag, blüht der Pitta-Typ sofort auf und die vorübergehende Verdauungsschwäche ist wie verflogen.
Der Pitta-Typ verwertet also die Nahrung, die er aufnimmt, optimal. Er ist so gesehen der extrovertierte Verdauungstyp. Und nicht nur dort, er geht mit Problemen ebenso extrovertiert um. Wenn ihn was drückt, sucht er den Kontakt zu seinen Mitmenschen, bringt seine Probleme zum Ausdruck. Aber was läuft bei ihm verdauungsphysiologisch ab? Mit dem vielen Sauerstoff (da der Pitta-Typ als Bewegungstyp am meisten Frischluft aufnimmt), der beim Bewegungstypen durch die Tiefenatmung nicht nur in die untere Lunge gelangt, sondern auch über die Speiseröhre in den Magen, wird die Nahrung schon fast im Mund
und Magen verbrannt. Der Darm ist dadurch entlastet und muss die Arbeit von Mund und Magen nicht übernehmen.

Probleme hinunterfressen
„Wenn Du den Mund hältst, schlägt es auf den Magen“. Wenn man seine Probleme nicht verbal äußert, wird das Mundwerkzeug oft zu stark als Nahrungsaufschlüsselungs-Instrument und weniger als Sprachinstrument eingesetzt und Probleme werden, anstatt verbal gelöst zu werden, hinunter gefressen und hinuntergeschluckt. Spätestens dann zeigt der Magen einem an, dass es irgendwo drückt. Hat man es soweit kommen lassen, gibt es nur zwei Möglichkeiten, mit seinen Problemen umzugehen:

1. In Manier des Vatatypen oder
2. auf Art und Weise des Kaphatypen

Entweder man geht mit dem Problem in der Weise um, dass man es sofort wieder loslässt, sich gar nicht eingesteht, dass es ein persönliches Problem ist. D.h. man meint von vornherein, dass es das Problem der anderen Menschen ist, aber auf keinen Fall das eigene. Wenn also Probleme auftreten, will man gar nichts damit zu tun haben, man verabschiedet sich schon von vornherein von ihnen, ohne was aus ihnen gelernt zu haben. Man distanziert sich in gewisser

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Meine grauen Haare wurden
durch die Sonnenkost wieder dunkel

Interview mit Siegfried Pagel,
Autor von „Gesünder durch Sonnenkost“

1. Die Wurzel:
Sehr geehrter Herr Pagel, Sie sind wirklich ein Urgewächs der Sonnenkost. Schon in den 80er Jahren, als Helmut Wandmaker die Natural Hygiene von Amerika nach Deutschland gebracht hatte und zusammen mit Manfred Langer die Lebenskunde gegründet hatte, sind Sie auf dem alljährlichen Sonnenkost-Kongress in Bad Godesberg als Redner aufgetreten. Neben welchen namhaften Referenten aus der Vitalkostbewegung haben Sie gesprochen?

Siegfried Pagel:
In der Anmoderation machen Sie mich einfach zu groß. Da möchte ich doch ein wenig zurückrudern. Ich habe Helmut Wandmaker zwar schon vor 20 Jahren in Kappeln an der Schlei auf einem seiner Vortragsnachmittage vor dem örtlichen Vitalkost-Gesprächskreis sprechend erlebt und auch kennen gelernt. Der damalige engagierte Vitalköstler und Veranstalter Alfred Stock, zu der Zeit schon viel älter als Wandmaker, hatte mich ihm als bereits strengen “Sonnenköstler“ und aktiven Referenten in naturge-rechter Ernährung vorgestellt. Wandmaker hat sich über meine Frau und mich als bereits praktizierende reine Vitalköstler und damit Anhänger seiner Natur kostlehre sehr gefreut. Vor wohl 13 Jahren haben wir uns dann in der alten Kate bei Frau Elke Neu in
Obernwohlde bei Lübeck als Referenten wieder getroffen. Nach unseren umfangreichen Vorträgen dort ist Helmut Wandmaker, sicher eine Ikone der Naturkostbewegung und vorzugsweise Früchteesser, auf mich zugekommen und hat zu mir gesagt, ich sei eigentlich noch radikaler als er selbst. Dieses Wort aus so berufenem Munde habe ich damals als Anerkennung gewertet.

In Bonn-Bad Godesberg war ich zweimal Kongressteilnehmer. Das ist nun schon sehr lange her und die Kongressunterlagen sind den Weg allen Irdischen gegangen. Aber vollständige Referentenbenennung ist hier wohl auch nicht beabsichtigt.
Ich erinnere mich an eingängige Ausführung von Prof. Hamer über seine Beobachtungen über Krebsentwicklung als Zwischenstadium zu einer dann wider Erwarten eingetretenen Heilung bei einem Hund. Der Vortragende konnte mit röntgenologisch dokumentierten Zwischenzuständen eines quer sitzenden Knochensplitters in der Speiseröhre seines tierischen Patienten seine erstaunlichen Eröffnungen untermauern. Über das Krebsthema beim Menschen als Heilungsübergangsphase hat der streitbare Prof. Julius Hackethal gesprochen.
Speziell auf Vitalkosternährung bezogene Ausführungen erinnere ich mich von Jamila Peiter und von Barbara Rütting, die damals schon sehr ernährungsbewusst argumentierte.
Auch Hardy Krüger hat einmal gesprochen. Aber das, soweit es mir im Gedächtnis geblieben ist, über Afrika.
Ich habe dort das Wort ergriffen, weil im großen Aufklärungsgeschehen im Saale der biophysikalisch-fundamentale Unterschied zwischen der Mahlzeit aus der allerorts traditionell praktizierten ’heißen Küche’, wenn auch gelegentlich lobenswert rein vegetarisch, und der – ganz anders – lebendig verbliebenen Naturnahrung nicht einmal erwähnt worden war. Der im Sinne Schrödingerscher Ordnung definierte, weit auseinanderklaffende Ordnungszustand zwischen den Essen der beiden Ernährungsrichtungen stellt einen Qualitätsunterschied dar, wie er größer nicht sein kann, mit entsprechenden Auswirkungen auf unseren, auf diese nämliche ’Ordnung’ (Information und Schwingung) angewiesenen, Organismus. Das ist für viele Menschen immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.

2. Die Wurzel:
Was war das Außergewöhnliche dieser Tagung und wie viele Besucher kamen zu diesem Wochenend-Kongress durchschnittlich? Von wann bis wann hat der Kongress stattgefunden? Warum wurde er nicht mehr fortgeführt?

Siegfried Pagel:
Die Godesberger Kongresshalle fasst tausend Sitzplätze, die auch komplett gebucht worden waren.
Zusätzlich standen die Menschen ringsherum an der Wand. Es herrschte nach meinem Empfinden damals durchaus eine gewisse Aufbruchstimmung. Tagungszeit war im Frühsommer. Ich erinnere mich, ich konnte nach Beendigung des jeweiligen Kongresstagesprogramms meine Langstreckenläufe bei herrlichem Sonnenschein am Rheinufer südwärts bis Niederdollendorf und darüber hinaus ausdehnen.
Warum nun die Veranstaltungsreihe nicht fortgeführt worden ist, so hörte ich, war wohl der ausufernde Organisationsaufwand. Es waren eigentlich auch schon Mammutveranstaltungen, die den Organisatoren anscheinend auch Nerven gekostet hatten. Aber dennoch glaube ich, dass diese Info-Tagungen Bedeutung als Anschub für die ernährungsbewusste Bewegung als solche bekommen haben. Die Kongressteilnehmer sind dann ja als Multiplikatoren unter die Menschen gegangen, um für die als richtig erkannte Ernährung zu werben.

Die Fragen/Antworten 3-14 finden Sie in Ausgabe 04/09 – Bestellung: bestellung@die-wurzel.de oder Tel: 09120/180078

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